
Nein, es reicht wenn Sie den jeweiligen Raumwärmer druckfrei machen. Dies erreichen Sie durch zudrehen der Anschlussstücke (Vor- und Rücklauf).
Alle Jahre im Winter ist es wieder soweit. Dann häufen sich die Meldungen über Heizkörper, die plötzlich Verformungen aufweisen oder undicht werden. Gerade in Räumen, die im Winter kaum oder gar nicht beheizt werden, kann die Raumtemperatur schon mal unter den Nullpunkt sinken. Zu diesen Räumen zählen insbesondere Garagen, Kellerräume, Schlaf- und Gästezimmer und Dachböden. Aber auch falsch verstandenes Kostenbewusstsein der Nutzer kann zu diesen Problemen führen. Dann nämlich, wenn der Nutzer den Heizkörper am Thermostatventil oder gar die Heizungsanlage komplett abschaltet.
Jeder kennt das Resultat, wenn man eine volle Wasserflasche ins Gefrierfach legt. Das gleiche passiert in einer Heizungsanlage. Das Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus. Da es aber in einem vollständig gefüllten Heizkörper keinen Platz zum Ausdehnen hat, baut es einen enormen Druck auf. Dieser Druck kann durchaus mehr als 50 bar betragen. Bei einem typischen Frostschaden ist der Heizkörper ungleichmässig verformt. Meist am oberen und/oder unterem waagerechten Wasserkanal. Ferner kommt es in den meisten Fällen zu einer Rissbildung in der Beschichtung und einem linsenförmigen Abplatzen der Beschichtung über den Schweisspunkten. Auch Undichtigkeiten nach dem Auftauen sind keine Seltenheit.
Als wichtigster Grundsatz gilt: Die Heizung während der Heizperiode nie komplett abschalten! Dies gilt auch für längere Abwesenheit. Moderne Heizungsregelungen besitzen Einstellungen für Frostschutz- bzw. Absenkbetrieb. Auch die Thermostatventile Ihrer Heizkörper sollten im Winter nie komplett geschlossen sein. Wie auch die Heizungsregelung, besitzen auch sie eine Frostschutzeinstellung. Näheres finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihrer Heizungsanlage.
Geräusche in Heizkörperanlagen können viele Ursachen haben. Man unterscheidet Geräusche, die im Heizkörper auftreten und Geräusche, die z.B. durch die Rohrleitungen übertragen und im Heizkörper verstärkt werden. In der Heizungsanlage verursachte Geräusche treten nur im Betrieb auf. Treten diese Geräusche auch ausserhalb der Heizperiode auf, so kann davon ausgegangen werden, dass z.B. Schläge auf Heizkörper oder Rohrleitung die Ursache sind.
Im Betrieb sind die Heizkörper selber sehr selten die Ursache für die Geräusche. Ein Heizkörper von 1 m Länge dehnt sich bei einer Temperaturänderung von 50 °C lediglich um ca. 0,5 mm aus. Selbst wenn die Schalldämmeinlagen der Konsolen nicht mit eingebaut sein sollten, reicht dies nicht aus, um Geräusche zu erzeugen. Der Fachmann findet anhand des Geräusches meist sehr schnell die Ursache heraus.
• Klacken (meist kurz vor dem Schliessen des Ventils): Weist in der Regel auf vertauschten Vor- und Rücklauf hin.
• Rauschen oder Pfeifen: Zu hoher Differenzdruck durch zu grosse Pumpe oder Pumpenstufe, kein hydraulischer Abgleich.
• Gluckern: Luft im Heizkörper.
• Ticken: Spannung in den Rohrleitungen, schwergängige Thermostatventile.